Das Mädchen von Hazelwood
Sie wurde fortgeschickt, als wäre sie ein lästiges Übel. Doch sie blieb lange genug, um etwas zu werden. Jetzt will die Welt, die sie einst verstoßen hat, ihr erneut zeigen, wo ihr Platz ist.
Im Jahr 1873 wird die sechsjährige Thomasin Pearce auf einen Milchkarren verfrachtet und von den grauen Straßen Londons auf einen Bauernhof gebracht, den sie noch nie gesehen hat – zu Verwandten, die sie nicht kennt. Ihre Familie nennt sie das glückliche Kind. Sie nennt es Ausstoßung. Doch auf Hazelwood Farm geschieht etwas Unerwartetes: Wärme findet sie, und langsam, zäh und stolz beginnt sie, Wurzeln zu schlagen.
Doch Zugehörigkeit ist nie einfach für ein Mädchen, das aus dem Alten anderer zusammengeflickt wurde. Thomasin muss sich durch den Schatten eines Familienzwists kämpfen, den sie nicht verursacht hat, den Schmerz darüber, von den Menschen vergessen zu sein, die sie am meisten lieben sollten, und die leise, hartnäckige Angst, dass sie immer nur Gast in dem Leben sein wird, das sie sich so sehr zu eigen gemacht hat. Als die Vergangenheit aus Stackton nach ihr greift, muss sie sich einer Frage stellen, die sie seit Jahren vermeidet: Wohin gehört ein Mädchen wirklich, wenn niemand je dafür gekämpft hat, sie zu behalten?
Dicht gewoben mit den Strukturen des ländlichen viktorianischen Englands und erfüllt von erfahrener Zärtlichkeit, ist Das Mädchen von Hazelwood eine still verheerende Entwicklungsstory über die Familien, in die wir hineingeboren werden – und die, die wir mutig genug sind, uns selbst zu wählen. Kann Thomasin das Zuhause, das sie sich aus dem Nichts aufgebaut hat, bewahren, bevor das Gewicht von Blut und Pflicht es ihr entreißt?
