Das Amish-Mädchen, das er zurückließ
Sie kämpft darum, die Familie auf dem Hof zu halten. Er hat alles hinter sich gelassen. Jetzt ist er zurück – und die Zeit läuft ab.
Rebecca Yoder steht vor Sonnenaufgang auf, melkt die Kühe, dehnt jeden Cent bis zum Äußersten und trägt ein Geheimnis mit sich herum, das ihrer Mutter das Herz brechen würde: In zwei Wochen könnte die Bank alles einziehen. Mit ihrem verstorbenen Vater, einer kranken Mutter und jüngeren Geschwistern, die von ihr abhängen, weigert sich Rebecca, das einzige Zuhause aufzugeben, das sie je gekannt hat – auch wenn die Last langsam droht, sie zu zerquetschen.
Dann kehrt Samuel Miller nach Paradise, Pennsylvania zurück – breitschultrig, weltgewandt und mit einem Truck, der auf diesen holprigen Feldwegen fehl am Platz wirkt. Er hat die amische Gemeinschaft mit achtzehn verlassen und nie zurückgeblickt. Nun ist er hier, um das Erbe seiner Großmutter zu regeln, und hat nicht die Absicht zu bleiben. Doch als ein Unwetter den Hof der Yoders verwüstet und Samuel mit Werkzeugkoffer und ruhigen Händen auftaucht, spürt Rebecca, wie sich etwas verändert – etwas Gefährliches, etwas, das sie sich nicht leisten kann. Er durchschaut ihre sorgsam aufrechterhaltene Fassade und entdeckt die Gerichtsvollzieher-Notifikation in ihrer Schreibtischschublade. Er kennt das Gesicht finanziellen Ruins. Und er wendet sich nicht ab.
Die Gemeindeältesten beobachten genau. Ein anständiger Heiratskandidat steht bereit. Und Rebeccas Herz hängt zwischen Pflicht und Sehnsucht, zwischen dem Glauben, der sie verankert, und einem Mann, den die Welt bereits für sich beansprucht.
Kann Rebecca den Hof ihrer Familie retten – und gleichzeitig ihr Herz schützen – bevor sie beides an Kräfte verliert, mit denen sie niemals gerechnet hat?
